[Ankündigung] Rollenspiel Leitlinien - Rollenspiel bedeutet ...

  • 0 Antworten
  • 4661 Aufrufe

Offline Arat

    *
  • GM
  • Freiherr/frau
  • *****
  • Beiträge: 370
  • Hauptcharakter: Jeanne
« am: Juni 04, 2019, 21:49:39 »
Liebe Community

In den folgenden Zeilen findet ihr die neuen «Rollenspiel-Leitlinien» des Servers, welche ab heute in Kraft treten und über den Wechsel auf Neu-Mittenwacht hinaus bestehen bleiben. Das Ziel, welches wir damit verfolgen ist jene Ansicht von Rollenspiel zu erklären, die uns auf Mittenwacht am Herzen liegt.

Die Worte dienen jedoch nicht nur als Erklärung, sondern sind auch ein essenzieller Bestandteil des Regelwerks, weshalb wir jeden bitten die Leitlinien aufmerksam durchzulesen und womöglich auch darüber nachzudenken, welche Punkte einem daran besonders wichtig sind bzw. welche Punkte man künftig auch für sich selbst mitnehmen und in sein Rollenspiel integrieren kann.

Die neuen Leitlinien werden im Zuge der Aufräumaktion im Forum auch nochmal als eigene Rubrik festgehalten.

Habt eine schöne Restwoche!

Arat im Auftrag des Mittenwacht-Teams



Rollenspielerische Leitlinien auf Mittenwacht


Rollenspiel ist ein weiter Begriff, der schwer zu definieren ist, da ihn viele Rollenspieler oder Rollenspielgruppen ganz unterschiedlich verstehen. Ein gemeinsam definierter Begriff schafft jedoch stets Verständnis, wie auch Orientierung innerhalb einer Gruppe. Mit diesen Leitlinien möchten wir den Begriff «Rollenspiel» auf dem Server Mittenwacht definieren. Diese Leitlinien sind für die Spielerinnen und Spieler auf Mittenwacht mit dem Beitritt als verbindlich anzusehen und auch einzuhalten. Verstösse – besonders auf Grund niederer Motive – werden im Sinne einer fairen Community geahndet und sanktioniert.

1. Rollenspiel bedeutet sich über herrschende (und auch neue) Begebenheiten zu informieren und sich gegebenenfalls anzupassen.
Mittenwacht ist ein Server mit eigener Insel, dadurch zumindest teilweise eigener Lore und eigenen Bestimmungen. Bevor ein Charakterkonzept erstellt wird, ist anzuraten sich über jene Punkte zu informieren und bei Unklarheiten nachzufragen. Es ist gut möglich, dass Charakter X auf Mittenwacht nicht so gespielt werden kann, wie man es lange Zeit getan hat. Mittenwacht hat ein Forum und ein Wiki und die Texte darin (Regelwerk, Charakterbestimmungen etc.) wurden nicht umsonst ausgearbeitet, weshalb wir froh sind, wenn man der Holschuld nachkommt und diese auch liest.

Gesammelte Quellen, um sich zu informieren:
  • Mittenwacht Website
  • Mittenwacht Wiki
  • WoW-Pedia
  • Rückfrage per Ticket bei GM oder ingame bzw. Discord bei den Mitspielern

2. Rollenspiel bedeutet das reale Leben vorgehen zu lassen und trotzdem Rücksicht auf seine Mitspieler zu nehmen.
Auf Mittenwacht hat das reale Leben eine höhere Priorität als das Rollenspiel. Es ist somit nicht gestattet einem Charakter auf Grund der OOC-Abwesenheit des Spielers Vorwürfe zu machen. Im Gegenzug wird jedoch auch darum gebeten seine Mitspieler über die eigene Abwesenheit zu informieren und gerade bei mehreren Wochen Abwesenheit entsprechende Schritte in die Wege zu leiten, um Rollenspiel nicht zu behindern und ggf. eine Vertretung für seinen Charakter zu benennen / zu ernennen.

3. Rollenspiel bedeutet gemeinsam eine Geschichte zu erzählen.
Wir möchten mit der Insel und den dort vorhandenen Charakteren eine gemeinsame Geschichte erzählen und nicht die Chronik einzelner weniger Charakter. Aus diesem Grund ist es eine Tugend seinen Charakter nicht – ooc motiviert – stets in den Vordergrund zu rücken und auch seinen Mitspielern das Feld zu überlassen, um in der Geschichte zu glänzen.

4. Rollenspiel bedeutet einen Charakter zu spielen und keine archetypische Klasse.

Wir haben die Ansicht, dass das Spielen eines Charakters mit Geschichte, Stärken und Schwächen weitaus spannendere und langzeitigere Erzählstränge hervorruft als das Spielen einer archetypischen Heldenklasse. Somit ist es auf Mittenwacht gang und gäbe seinem Charakter Tiefe, sowie Ecken und Kanten zu geben und keine farblosen Alleskönner zu spielen.

5. Rollenspiel bedeutet ein anständiges Miteinander einer Community. Keine Lästereien. Keine Intrigen und kein Mobbing OOC.

Leider in der Rollenspiel-Szene weit verbreitet von uns aber aufs Schärfste verurteilt. Rollenspiel ist ein Hobby, das im Vergleich mit vielen anderen Freizeitaktivitäten nur wenige Menschen teilen. Somit ist ein respektvoller Umgang und ein Gehör für die Anliegen des Gegenübers das A und O, um auf Dauer in einer Community zusammenspielen zu können. Differenzen kann es immer geben, sollten aber anständig beigesetzt werden. Jeder hat einmal einen schlechten Tag, doch seid euch stets bewusst, dass ihr mit aktiven Fronten nicht nur das Rollenspiel euer Mitspieler, sondern auf Zeit auch euer eigenes Rollenspiel zerstört.

5.1. Rollenspiel bedeutet Eigeninitiative bei zwischenmenschlichen Problemen.
Viele Probleme innerhalb von Communitys entstehen durch Stille-Post und das Vermeiden, oder Verwehren von Klärungen. Tatsächlich sind Aussprachen und das Ansprechen von Problemen ungemein wichtig für ein ausgewogenes Verhältnis miteinander. Sollte eine Aussprache unmöglich sein, dann ist das Problem über das Ticketsystem einzureichen.

6. Rollenspiel bedeutet nicht nur der Gewinner, sondern auch nur der Verlierer zu sein.
In Rollenspielsituationen können nicht immer alle gewinnen. Eine IC-Intrige kann missglücken, ein Plan scheitern, ein Kampf verloren werden. Für jene, die davon ernsthaft getroffen sind, oder es als persönliches Spielziel setzen stets auf der Sonnenseite zu stehen, ist auf Mittenwacht kein Platz. Eine gute Geschichte definiert sich erst durch Hochs und Tiefs und Kompensationen eventueller realer Unzulänglichkeiten ist dabei absolut fehlplatziert. Es ist daher ratsam stets eine Art professionelle Distanz zu seinem Charakter zu wahren und damit sein Scheitern nicht als das eigene Scheitern sehen zu müssen.

6.1. Rollenspiel bedeutet auch in einer Niederlage den Gewinn zu sehen und der Gegenpartei ihren Sieg zu gönnen.
Selbstverständlich ist es menschlich enttäuscht zu sein, wenn eine Schlacht verloren ist, oder ein Plan scheitert. Tatsächlich ist es uns aber auch wichtig, dass Rollenspieler fähig sind auch darin einen Gewinn zu sehen. Sei es nun im Wert des Rollenspiels, das man hatte, oder aber auch im Wert der neuen RP-Möglichkeiten, die aus einer Niederlage entstehen. Es gewinnt nicht immer nur «Gut» (bsp. die Stadtwache) oder «Böse» (bsp. die Verbrecher). Erst durch das Zusammenspiel beider Seiten kann eine Geschichte auch weitererzählt werden.

7. Rollenspiel bedeutet Fairness.
Power-Rollenspiel, Meta-Rollenspiel und inkonsequentes Verhalten sind Punkte, die dem guten Rollenspiel nicht stehen. Sie sind stets zu vermeiden und anzusprechen, sollte es dazu kommen. Fälle, die sich nicht ansprechen lassen, sind bitte bei uns zu melden, damit nicht mehrere Spieler bzw. Spielerinnen unter solchen Situationen mit derselben Person zu leiden haben.

8. Rollenspiel bedeutet die Arbeit anderer anzuerkennen.
Plots und Events sind aufwändig und erfordern von den Machern viel Zeit. Nimmst du Teil halte dir stets im Auge, dass dieser Plot bzw. dieses Event gemacht wurde, um dich zu unterhalten und dir eine Geschichte zu erzählen. Strafe diesen Aufwand also nicht mit Missachtung, indem du dich ständig nur beschwerst, oder alles für dich annektierst, sondern erkenne die Arbeit des Spielleiters durch beispielsweise Dankbarkeit an und merke Kritik konstruktiv an.

9. Rollenspiel bedeutet bei Unklarheiten nachzufragen und Absprachen zu treffen.
Obwohl es oft zu wünschen wäre, funktioniert Rollenspiel nicht ohne Absprachen. Spieler sind zuweilen nicht online, um reagieren zu können bzw. wird auch nicht immer alles so sein, wie man es in der Engine antrifft. Aus diesem Grund sind Absprachen im Sinne der Rücksichtnahme sehr wichtig. Im Umkehrschluss bedeutet es aber von der anderen Partei die Rücksichtnahme nicht für die eigenen Zwecke zu nutzen. Sollte eine Absprache nicht möglich sein, ist das GM-Team als Vermittler zu kontaktieren.

Beispiel: Ein Spieler A verhält sich korrekt und nimmt einen Einbruch in das Haus von Spieler B nicht einfach als gegeben, sondern informiert Spieler B darüber. Korrekterweise informiert ihn Spieler B über die Begebenheiten und trifft entsprechende Absprachen im Bereich der Logik. Was Spieler B mit dieser Information sicher nicht macht ist aufzukreuzen und direkt «zufällig» die gesamte Wachmannschaft im Schlepptau zu haben. 

10. Rollenspiel bedeutet leben und leben lassen.
Obwohl es im Rollenspiel manchmal notwendig ist das Leben eines Charakters zu beenden, oder lange Gefängnisstrafen und Sanktionen zu verhängen, sollten solche Konsequenzen stets mit beiden Augen auf die Spielbarkeit bzw. Verhältnismässigkeit getroffen werden. Es gibt oft viele andere – auch spielfördernde – Möglichkeiten, um zu sanktionieren, die nicht zwingend bedeuten müssen, dass ein Charakterkonzept danach nicht mehr spielbar ist.

11. Rollenspiel bedeutet Konsequenzen zu tragen.

Trotzdem, oder gerade im Hinblick auf den letzten Punkt, ist es notwendig, dass Charaktere nahbar gespielt werden. Konsequenzen zu entgehen und gleich die nächsten zu beschwören ist damit nicht zielführend. Vielmehr ist es uns wichtig, dass RP-Konsequenzen glaubhaft und ohne Beschwerden, oder ständigem Relativieren getragen bzw. ausgespielt und akzeptiert werden
Gamemaster

  •