Eine Schlacht an drei Fronten

Ob die Schlacht um den Posten Aufgrund ihres Ausganges ein Sieg, oder auf Grund der hohen Verlustzahlen eine Niederlage war, wird erst die Nachwelt entscheiden. Sicher ist jedoch, dass zwei Fraktionen einen empfindlichen Schlag erlitten haben. Sowohl die Amira, als auch der Kriegstreiber haben mit mehr Toten als Lebenden ihre Rechnungen gemacht und so hat sich der Staub des Krieges gerade erst gelegt, als man sich – mal gemeinsam mal alleine – an den Schlachtverlauf erinnert.

Aus der Sicht eines überlebenden Gardisten

Zum Wechsel der Mondphasen greifen sie an hatten sie gesagt. Dieser Gelehrte gehört ausgepeitscht und hingerichtet. Hingerichtet, wie meine Kameraden. Ein Glück, dass der Lilienbund und zwei Männer des Lichtes zu Übungszwecken bereits früher im Fort eingetroffen sind. Eine Katastrophe, wenn sie uns allein überrascht hätten. So konnten wir zumindest die Unterkunft der Amira von den Spinnen beschützen. Den Spinnen. Diesen ekelhaften Viechern klettern auch überall hinauf. Keine Chance eine Mauer gegen sie zu verteidigen. Doch wir haben uns in zwei Reihen aufgestellt. Sind gemeinsam vorgerückt und bis zu den Steinen ist das auch ganz gut gegangen.

Die Steine. Ich habe gesehen, wie einer meiner Freunde von einem zerquetscht wurde. Wir haben sie nicht kommen sehen. Sie sind einfach vom Himmel gefallen. Grosse Felsbrocken. Es war der Wahnsinn. Ich dachte ich müsste sterben und könnte nichts dagegen tun, doch ich wurde von einem Kameraden bei Seite gezogen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es diese Baummenschen waren, doch irgendwas muss sie beim Steinwerfen gestoppt haben.

War auch gut so, denn kurze Zeit später sind sie durchs Tor gebrochen. Ich hatte gehofft, dass dieser Schutzzauber länger hält, doch irgendwas störte ihn und alles hat gebrannt. Sie sind eingefallen. Haben gelacht und gejohlt, während wir unsere Streitkräfte ans Tor verschoben haben. Es hat sich, wie ein deprimierender und aussichtsloser Kampf angefühlt. Natürlich wusste ich, wofür ich im Zweifel sterbe. Sie nur nicht durchlassen. Nicht bis zum Haus, aber es schien mir eher, erst wie eine Verzweiflungstat.

Dann aber kamen diese Wolfs- und Gajahreiter aus der Savanne. Ich dachte ich hätte nicht richtig gesehen und sie wollen uns ebenfalls angreifen. Sind mit ihren riesigen Tieren mitten in die Menge gesprungen. Haben zum Tor hinauf aufgeräumt. Wir hatten sie in der Zange. Weiß ich noch, wie froh ich in dem Moment war. Als wir sie endlich draußen hatten, haben sie sich neu formiert, aber sie haben nicht angegriffen. Warum sie gewartet haben, weiß ich nicht.

Aus der Sicht eines überlebenden Tigersohns

Wir haben am Abend es 5. Tages angegriffen. Wir wussten, dass sie die Stadt um Hilfe rufen würden. Also hat er uns geschickt, um die Strasse zu blockieren, um zuzusehen, dass das Ritual abgeschlossen wird. Unser Angriff wird so glorreich werden, wie der von Jalik Schwarzer-Falke hat er gesagt. Ein empfindlicher Stich werden wir der Stadt versetzen und wie ein Schwarm Hornissen über sie herfallen. Die roten Riesen von der einen Seite, die Nachtweber von der anderen und das Ritual im Rücken, was konnte da schon schief gehen? Wenn man mich fragt, hätten wir mehr Zeit gebraucht, weniger Widerstand im Posten und wir wären siegreich gewesen und doch ist an diesem Abend nichts so geschehen, wie von uns angedacht. Die Geister stehen uns bei.

Sie haben die Spinnen zurückgeschlagen. Ha. Nur zu gerne hätte ich gesehen, wie sie in dieses kleine Holzschloss eingedrungen wären und diese wehrlosen Eindringlinge mit ihrer Brut ihrer gerechten Strafe zugeführt hätten. Aber das haben sie nicht.

Wie dem auch sei. Unsere Gegner kamen aus der Stadt, doch sie waren nicht nur, wie diese Ritter aus dem Osten. Eingepackt in ihre Panzer nein. Sie hatten Klauen und Zähne, Magie und waren unserer Macht mehr als ebenbürtig. Es war gut, dass Val'thak uns nicht darüber aufgeklärt hatte, sonst wären vielleicht schon viele geflohen, bevor sie den Ritualplatz erreichten.

Während des Kampfes habe ich immer wieder über die Schulter gesehen. Ich habe Shadrills Kinder gezählt, die sie uns schickte und ich habe zu ihr gebetet, dass dieser Zauber endlich bricht und die Spinnen sich wie eine Flut nach dem Bruch eines Biberdammes über diese Holzfestung ergießt. Doch wir haben versagt. Der Damm ist nicht gebrochen. Sie waren zu schnell.

Und was dann mit den Nachtwebern passiert ist? Bei allen hohen Geistern, das weiß ich doch selbst nicht. Sie haben alle geschrien, wie am Spieß. Bisher konnte ich nicht mehr mit Alveza sprechen. Sie liegt noch immer in ihre Zelt und weint. Es geht um Shadra, aber sie weigert sich mir zu sagen, was geschehen ist.






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